Bürgerbegehren trotz Corona erfolgreich

Bürgerbegehren „Vier- und Marschlande erhalten“ -

trotz Corona erfolgreich. Am 15. Mai um 12 Uhr wurden die eingesammelten Unterschriften im Bergedorfer Rathaus abgegeben. Hier ein Auszug unserer Presse-Erklärung:

Das Bürgerbegehren „Vier-und Marschlande erhalten“ im Bezirk Bergedorf hat die erforderlichen 2920 Unterschriften voraussichtlich erhalten. Trotz der Beschränkungen durch die Pandemie konnte die erforderliche Anzahl mit insgesamt mehr als 5000 Unterschriften um mehr als 2000 sogar noch überboten werden. Zuletzt halfen kontaktloses Sammeln durch 17000 Postwurfsendungen in Bergedorf und Briefkästen am Rande des Naturschutzgebietes Boberger Niederung mit den Listen zum Unterschreiben.

Das Bürgerbegehren spricht sich dafür aus, die Vier- und Marschlande im Kern zu belassen, wie sie sind, die Kulturlandschaft zu erhalten sowie Naturflächen zu schützen und richtet sich damit vor allem gegen Großprojekte wie Oberbillwerder. 

 

Damit muss die Initiative um die Initiatoren Sanne Klönne, Professor Willibald Weichert und Jan Diegelmann die durch neue Gesetzgebung verlängerte Frist von vier Wochen nach Ende der Versammlungsbeschränkungen nicht einmal ausschöpfen. Nachdem im Dezember bereits das Drittelquorum von knapp 1000 Unterschriften erreicht wurde sowie Anfang April für insgesamt 2469 Stimmen die Gültigkeit festgestellt wurde, konnten nun noch einmal mehr als 2500 Unterschriften eingereicht werden, so dass die erforderliche Anzahl von 2920 gültigen Unterschriften mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich überboten wird.

Mit dem erfolgreichen Bürgerbegehren muss sich nun der Bezirk auseinandersetzen. Die Initiative erwartet Gespräche mit dem Bezirksamt.

Letztlich waren es nun insgesamt 5.733 Unterschriften, die abgegeben wurden. Wir bedanken uns vielmals für die Unterstützung von euch / von Ihnen. Erfreulich war, dass wir trotz Corona zum Abschluss noch einmal viele Rückläufe hatten. Vielen Dank auch an die, die unsere Listen in ihren Läden, Lokalitäten und Büros  ausgelegt hatten!



Unterschriften Nein zu Oberbillwerder - Rathaus Bergedorf
Dies ist kein Überfall! Aber ein knallhartes Bürger-Begehren: Aktenordner mit vielen Unterschriften werden am Bergedorfer Rathaus abgeliefert.


Boberger Niederung bedroht

März 2020 - Ein Vorgeschmack auf das, was einmal kommen mag, wenn Oberbillwerder gebaut würde. Der benachbarte "Neue Stadtteil im Grünen" mit guter direkter Verbindung in das Naturschutzgebiet Boberger Niederung dürfte Effekte haben, wie man sie auf den Fotos sieht. Zur Corona-geprägten Zeit ist die schöne und wertvolle Landschaft ein willkommenes Freizeit-Ziel. Nicht das wir uns falsch verstehen: Natürlich sind solche Gebiete für alle Menschen da!

Nur ist eben zu vermuten, das die Anzahl der neuen Nachbarn die naturverträgliche Besucherzahl überschreiten würde. Das ist insbesondere eine Gefahr für die seltenen Tier- und Pflanzenarten. Bei der Lobpreisung von Oberbillwerder werden diese Nebenwirkungen von der regierenden Politik verharmlost. Oberbillwerder ist eine naturzerstörende Mogelpackung! 




Gegen Oberbillwerder

Hamburgs geplanter 105. Stadtteil im Modell


Für Grünflächenerhalt

Kulturlandschaft in Billwerder heute



Zum dritten Male soll die Fläche Oberbillwerder Hamburger Wohnungsprobleme lösen


§ 1 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes verlangt, dass Flächen im Innenbereich recycelt und zur Wohnraumgewinnung genutzt werden statt Landschaftsflächen im Außenbereich in Anspruch zu nehmen. Dass an solchen Orten lebendige Quartiere entstehen können, zeigen Hafencity, Neue-Mitte-Altona oder Sonninquartier in Hammerbrook. Und dies wird auch auf dem Kleinen Grasbrook funktionieren.

Was die Planung fragwürdig macht sind:

  • schlecht funktionierende Stadtteile im Umfeld
  • ein veralteter und störanfälliger ÖPNV
  • eine schwierige Straßenanbindung
  • ein kompliziert zu erschließender Marschbodenuntergrund
  • die für die Fahrradreichweite zu große Distanz
    zur Innenstadt

Auch zwölf Entwürfe rennomierterter Architekturbüros und der letztlich ausgewählte Masterplan konnten an dieser kritischen Ausgangslage des Plangebietes nichts verändern.

 

 

Da es keine Definition des „geschützten Kulturlandschaftsraumes Billwerder“ gibt, agiert die Stadt Hamburg als Eigentümerin der Fläche wie ein privater Investor und will maximal entwickeln. Zudem gilt die Fläche im Landschaftsplan als bereits bebaut. Daher greift die Unterschriftenaktion des NaBu „Hamburgs Grün erhalten“ hier nicht mehr. Aber es reicht nicht nur zu erhalten, was anderweitig geschützt ist. Der Kulturlandschaftsraum ist mehr nur als die besondere Bebauung entlang des Billwerder Billdeiches:

 

  • viele geschützte Denkmäler
  • der  Biotopenverbundkorridor
    im westlichen Teil von Oberbillwerder
  • die Grünflächen am Mittleren Landweg
    (geschützter Zweiter Grüner Ring)
  • die Landschaftsschutzgebiete
  • das Überschwemmungsgebiet der Bille

 


Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 241 · 21033 Hamburg