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Zerstörungsplan für Billwerder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit dieser Übersicht zu fünf geplanten Flächen wird deutlich, wie gewaltig diese für den Stadtteil (das Dorf!) Billwerder sein werden. Eine Vertretung der Dorfgemeinschaft erhielt am 11. Juli 2020 Redezeit im Bergedorfer Stadtentwicklungsausschuss. Unsere Standpunkte zum Bürgerbegehren wurden sehr ausführlich vorgetragen. Der Ausschuss fand coronabedingt  unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

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Plan inkl. Verlinkungen (rechte Spalte)
Fünf weitere Flächen für die geplante Zerstörung von Billwerder
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27.8. Bürgerbegehren: Senat sagt "Nein Danke!"

Ganz kurz zur Erinnerung: Knapp 6.000 Unterschriften von Bergedorferinnen und Bergedorfern wurden im Mai 2020 im Bergedorfer Rathaus abgegeben. Diese sprachen sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft in den Vier- und Marschlanden aus. Die Bezirksversammlung nahm das Begehren an. Der Bezirksamtsleiter "musste" sich für das Begehren seiner Bürger beim Hamburger Senat einsetzen. Der Senat findet andere Interessen wichtiger und folgt dem Bürgerbegehren nicht. Das ist leider keine wirkliche Überraschung. Aus einem Schreiben des Staatsrates der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke vom 27.8.20 kann man mehr erfahren. Siehe Anlage zur Drucksache - 21-0418.01 (Button).

Die Bergedorfer Zeitung berichtete hierzu am 4. September.

Die Bürger machen weiter! Auch im Interesse der Boberger Niederung (Foto).
Die Bürger machen weiter! Auch im Interesse der Boberger Niederung (Foto).


August 2020: Bettlaken mit wichtiger Botschaft

Corona hatte viele andere wichtige Themen aus dem Aufmerksamkeitsfeld verdrängt. Nun wird uns gerade durch die längste Hitzewelle, die Hamburg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt hat, wieder bewusst, wie wichtig eine intakte Natur für den Menschen ist. Die Dürre nimmt beängstigende Ausmaße an. Klar, der bedrohte Urwald in Brasilien hat mächtige Dimensionen. Aber im Bestreben den Klimawandel abzumildern, fängt es im Kleinen an, z.B. in Billwerder.  Versiegelung von Flächen, Verdrängung von teilweise sogar bedrohten Pflanzen und Tieren. Das Opfern eines benachbarten Naturschutzgebietes. Alles hängt zusammen. Leider haben die regierenden Politiker andere Ziele.

Naturparadies Billwerder erhalten! Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Und für den Globus "Hamburg" ist Billwerder dann doch nicht so klein!

Bridge over troubled water? An der Bille kann ein jeder machen, was er will! Gut so.
Bridge over troubled water? An der Bille kann ein jeder machen, was er will! Gut so.


Sommer 2020: Storchenparadies Billwerder

9. August: Ein Getreidefeld in der Boberger Niederung in der Nähe vom Kreisel Mittlerer Landweg wurde gedroschen und dann gab es wieder ein Treffen der Erntehelfer. 15 + 1 Störche konnten wir zählen (einer steht abseits). Jetzt schließt sich der Kreislauf: Das Wintergetreide war Nahrung für Rehe, Hasen, Schwäne und Co. im Winter, hochgewachsen bot es Futter und Schutz für Rehe und Nager und jetzt wird geerntet von Menschen, Störchen,

Raubvögeln und Eulen. Landwirtschaft bedeutet Leben für viele, dies ist nicht nur Acker. Das Wort Acker ist die Bezeichnung für ein landwirtschaftlich genutztes Feld. Die Planer von Oberbillwerder nutzen dieses Wort eher abfällig. Als Ausdruck für eine nicht so wertvolle und ökologisch unbedeutende Fläche.

In diesem Sommer sieht man Störche häufig und auch in größerer Anzahl. Auch auf den Flächen ("der Acker") auf denen Oberbillwerder oder die JVA-Erweiterung gebaut werden sollen.

15 Störche in der Boberger Niederung.
15 Störche in der Boberger Niederung.


8.8.20 Deutschlandfunk: Heiße Betonwüste

Der Klimawandel ist da: Städte heizen sich besonders auf. Wetterextreme nehmen zu. Sehr interessante Deutschlandfunk-Reportage. Oberbillwerder ab ca. Minute 24,5.

 

Deutschlandfunk on demand
"Heiße Betonwüste? Klimawandel in der Stadt"

von Lisa Rauschenberger (Dauer 40:35 Min.)

 

Billwerder kühlt (noch) Hamburg! Da hilft auch kein Platin-Abzeichen für den Masterplan oder ein Grüner Loop: Die klimatische Situation würde sich durch die endgültige Zerstörung der Kulturlandschaft verschlechtern.



(ZDF) Doku-Reportage: Der Kampf um freie Flächen

"planet e." geht der Frage nach, wie und wo in Zukunft neuer Wohnraum entstehen soll. Bleibt das Grün in den Städten auf der Strecke? Oder werden immer mehr landwirtschaftlich nötige Flächen geopfert?

 

Ende 2020 sollte der Flächenverbrauch bei 30 Hektar pro Tag gestoppt werden. Ziel verfehlt. Dabei hatte Rot-Grün in der nationalen Nachhaltigkeits-Strategie schon 2002 festgelegt, den täglichen Landschaftsverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Nachverdichtung ist eine kluge Alternative: weniger Quadratmeter für mehr Menschen. Damit soll der Landschaftsfraß gestoppt werden. Doch noch immer gehen jeden Tag 56 Hektar Natur verloren.

Auch die geplante Neubausiedlung Oberbillwerder ist ein Thema.

Hier sind insgesamt ca. 165 Hektar (inkl. anbindender Infrastruktur) Kulturlandschaft von der endgültigen Zerstörung bedroht. Es gibt viel Natur inkl. zahlreicher seltener Tierarten, auch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Fläche hätte eine Dimension von ungefähr 230 Fußballfeldern. 

 

Im TV-Programm:

ZDF, 05.07.2020, 16:30 -17:00 Uhr

 

Video verfügbar

ab 03.07.2020

Oberbillwerder zerstört Natur
Sandaufschüttung - der langsame Tod einer Landschaft


Gegen Oberbillwerder

Hamburgs geplanter 105. Stadtteil im Modell


Für Grünflächenerhalt

Kulturlandschaft in Billwerder heute



Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 241 · 21033 Hamburg