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Juli 21 - Klimawandel in HH? Für immer versiegelt.

S-Bahn Allermöhe Uberschwemmung
Ende Juni 2020: überschwemmte Unterführung S-Bahn Allermöhe (Foto: Facebook)

Extremwetter, steigende Hitze in den Städten, Starkregen. Aktuell gibt es hierzu in Deutschland traurige Nachrichten  und zahlreiche Opfer. Die Zerstörung und Versiegelung der Kulturland-schaft in Billwerder erscheint in diesem Zusammenhang eine schlechte Entscheidung der Rot/Grünen-Regierung für die Zukunft Hamburgs zu sein. Wir haben die Sorge, dass sich Erschließung und Bebauung von ca. 159 Hektar Offenland und die daraus erfolgenden Versiegelungen negativ auf die Wasserhaushalte der umliegenden Wohnquartiere auswirken. Schon jetzt stellen die Folgen des Klimawandels und die damit verbundenen häufigeren Extremwetter-Ereignisse die umliegenden Siedlungen vor große Herausforderungen. Das Konzept für die Wasserwirtschaft bezieht sich nur auf Oberbillwerder. Berechnungen über die Auswirkungen für die umliegenden Quartiere (Neuallermöhe, Nettelnburg, Allermöhe, Moorfleet, Bergedorf-West), die auch übers Schöpfwerk Allermöhe entwässern, gibt es nicht.

Es wird befürchtet, dass es dort zu einer starken Veränderung der Wassermenge kommt. Durch die Bebauung von OBW gehen 150 Hektar natürlicher Regenwasser-Rückhaltung und -versickerung verloren. Trotz neuer künstlicher Rückhaltebecken wird die Menge des in den Hauptwässerungsgraben Allermöhe abgeleiteten Regenwassers um ein Vielfaches erhöht. Es besteht die Gefahr, dass sich auch der Wasserstand in den

Neuallermöher Fleeten erhöht. Zum Schluss wird alles zusammen über das Schöpfwerk Allermöhe in die Dove Elbe gepumpt. Dies würde die umliegenden Stadtteile und Siedlungen stark gefährden, insbesondere die alten, meist ohne richtiges Fundament gebauten Häuser im Dorf Billwerder und in der alten Siedlung Nettelnburg. Ein Gutachten des Wasserverband Nettelnburg aus 2020 hat ergeben, dass jeder Zentimeter Wasserstandserhöhung in den Fleeten Neuallermöhes Auswirkung auf die Entwässerungsfähigkeit (also auf die Leistungsfähigkeit des Grabensystems) der Siedlung Nettelnburg hat und die Anwohner vor zum Teil unlösbare Probleme stellen würde.


Juni 21 - Der Pilger fliegt über Oberbillwerder

Pilger Billwerder
Quelle: Der Pilger

Er hat eine Drohne und dokumentiert damit bedrohte und zerstörte Flächen in Deutschland: Der Pilger.

Am 11.6. war er zu Besuch in Hamburg und hat u.a. auch die Fläche von Oberbillwerder überflogen. Er vermittelte einen noch anderen Blick und Perspektive auf eine Sache. Das ist sehr beeindruckend. Wir bedanken uns für diese Unterstützung!

Billwerder Luftaufnahme
Fotos, Videos und gutes Wetter über Billwerder.

YouTube-Kanal von Der Pilger.
Mit vielen Beispielen, wo etwas schlecht läuft. Und mit vielen Menschen, die möchten, dass es wieder gut läuft. Nun leider auch mit Videos aus Billwerder.



Juni 21 - Noch mehr Grünflächenklau in Billwerder

Auf der Suche nach einem Ort für die Schausteller, die vom Brennerhof weg sollen, ist eine ökologisch wertvolle Feuchtwiese am Dweerlandweg ins Visier der Stadtentwickler geraten.
Diese Fläche ist nach dem Biotopkataster eine wertvolle Heuwiese mit der Bewertung 5(!). Ein Teil der Fläche ist darüberhinaus eine Grünfläche, die nach dem Vertrag für Hamburgs Stadtgrün nicht bebaut werden darf.
Gerade in diesem Bereich hatten die Naturschutzverbände sich schon zu Beginn des Bebauungsplanung für die benachbarte JVA für einen verstärkten Amphibienschutz stark gemacht.
Die Fläche ist der niedrigste Punkt im Gebiet um die Kiesteiche. Sie liegt bei -0,4 bis -0,53 NHN. Also eine richtig schöne feuchte Wiese! Ideale Bedingungen für seltene und unter Schutz stehende Insekten, Amphibien und Wiesenvögel wie Feldlerche, Wachtelkönig, Bekassine, Wiesenpieper, wie wir sie in Billwerder (noch!) haben. Auch der Storch braucht Wiesen wie diese, um sich und seine Jungen zu ernähren.
Damit die Schausteller ihre Wagen dort aufstellen können, müssen die Wiesen trockengelegt, angeschüttet und befestigt werden. Für Fauna und Flora bleiben dort keine Überlebenschancen.
Einstimmig(!) wurde am 2.Juni im Stadtentwicklungsausschuss (SEA) beschlossen, dass der Hauptausschuss (HA) ermächtigt wird, das Verfahren einzuleiten. Ist sich niemand über den ökologischen Wert dieser Fläche bewusst?!?
Geht es um die freiwerdenden Flächen am Brennerhof, die die Schausteller räumen sollen? Schließlich lassen sich die sehr gut für Gewerbe vermarkten...
Die Einleitung des B-Plan-Verfahrens ausgerechnet in die Sommerferien zu legen, sagt schon einiges über dieses Projekt aus...

 

Betroffenheit, unmittelbar       - uns erreichte ein Schreiben -

 

Moin,

ich bin Schreber am Dweerlandweg. Mit den Jahren habe ich die umliegenden unberührten und auch Kultivierten Ecken immer besser kennen und lieben gelernt.

So viel ich kann, unterstütze ich die umliegende Fauna und Flora nach bestem Wissen. Erst jetzt, nach Jahren, stellen sich kleine Erfolge ein.

Hier und da, ein paar Arten und Anzahlen mehr. Entgegen jeder Vernunft soll nun Natur vernichtet werden. So gut ich kann, möchte ich diesen Irrsinn verhindern.

 

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Das Bild rechts entstand nach einem netten Plausch mit dem Pächter der Heuwiese. Er ist nur zwei mal im Jahr darauf und mäht sie für seinen Reiterhof. Er war gern bereit, einen Streifen stehen zu lassen, damit ich dort dauerhaft eine Bienenweide anpflanzen kann.

 

 

 

 

Dweerlandweg Moor
Bei der Fläche handelt es sich um ein Moor!
Quelle: GeoOnline
Quelle: GeoOnline
Rechts der A1 liegt die JVA. Am unteren Ende der Elipse ist die Bahnstrecke.
Rechts der A1 liegt die JVA. Am unteren Ende der Elipse ist die Bahnstrecke.
Dweerlandweg
Ringelnatter am Dweerlandweg
Dweerlandweg
Wiese, Weide - kleines Glück für Tier, Insekt und Mensch


29. Mai - Fahrraddemo zum Rathaus

Viel größere Beteiligung als erwartet! Hier Abschlusskundgebung vor dem Hamburger Rathaus.
Viel größere Beteiligung als erwartet! Hier Abschlusskundgebung vor dem Hamburger Rathaus.

Redebeitrag Jan Diegelmann (Dorfgemeinschaft Billwerder):

Monopoly von rot-grünem Senat in Hamburg. Unmengen Sand sollen auf historische Kulturlandschaft geschüttet werden. Verlierer ist die Natur!



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Oberbillwerder-Info anlässlich DEMO 29.5.21
OBERBILLWERDER brauchen wir nicht.pdf
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Flyer Fahrradsternfahrt 29. Mai
DEMO29Mai_flyer_farbig-de2.pdf
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Zerstörungsplan für Billwerder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit dieser Übersicht zu fünf geplanten Flächen wird deutlich, wie gewaltig diese für den Stadtteil (das Dorf!) Billwerder sein werden. Eine Vertretung der Dorfgemeinschaft erhielt am 11. Juli 2020 Redezeit im Bergedorfer Stadtentwicklungsausschuss. Unsere Standpunkte zum Bürgerbegehren wurden sehr ausführlich vorgetragen. Der Ausschuss fand coronabedingt  unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

Download
Plan inkl. Verlinkungen (rechte Spalte)
Fünf weitere Flächen für die geplante Zerstörung von Billwerder
Karte_Zerstoerung_Kulturlandschaft_Billw
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Gegen Oberbillwerder

Hamburgs geplanter 105. Stadtteil im Modell

Für Grünflächenerhalt

Kulturlandschaft in Billwerder heute



Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 241 · 21033 Hamburg