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Feb. 2021: JVA - zahlreiche Bäume gefällt

Wie viele  Bäume mögen das gewesen sein? Auf ca. 450 Meter Länge wurden an der östlichen Seite der JVA die großen Weiden gefällt. Da werden vorbereitende Tatsachen zur Bauerweiterung geschaffen.

 

Anfang des Jahrtausends wurden sie gepflanzt und wuchsen so stattlich heran, dass die Gefängnismauern nicht mehr zu sehen waren. Mensch und Tier profitierten davon.

 

Bäume speichern CO2 und sorgen für Lebensqualität und Artenvielfalt in der Stadt. Hamburg hat unter den deutschen Großstädten den größten Bestand an Straßenbäumen pro 1.000 Einwohner. Dieser Bestand ist durch Baumkrankheiten, Stürme, Trockenheit, Baumaßnahmen und Versiegelung an vielen Stellen gefährdet. Trotz dieser Herausforderungen wurde das Defizit von Fällungen und Pflanzungen in den Jahren 2019 und 2020 nahezu gestoppt. Für den Erhalt des Bestands in den kommenden Jahren braucht es eine gemeinsame Anstrengung von Behörden, Bauherren und Bezirken (9.2.2021 hamburg.de - Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft)



Jan 2021: Weiße Rehe und heile Welt in Billwerder

Das soll es bald nicht mehr geben: Weiße und dunkle Rehe im Billwerder Schnee. Vielleicht stehen sie im geplanten "Grünem Quartier"...  (Quelle SHZ - CityNewsTV)
Das soll es bald nicht mehr geben: Weiße und dunkle Rehe im Billwerder Schnee. Vielleicht stehen sie im geplanten "Grünem Quartier"... (Quelle SHZ - CityNewsTV)

Sie sind die tierischen Stars in der bedrohten Billwerder Kulturlandschaft: die Weißen Rehe!

Selbst aus der S-Bahn erkennt man sie auf den Wiesen als weiße Punkte. Wenn Oberbillwerder gebaut wird, verschwindet der zentrale Lebensraum für diese Tiergruppe. In den letzten Wochen tauchten sie ein paarmal in Zeitungen, Radio und den sozialen Netzwerken auf. Es ist gut, dass auch sie dazu beitragen Aufmerksamkeit für das drohende Unheil zu erzeugen. Stehen die Rehe doch auch für andere Vertreter auf dieser Fläche, die man aber kaum einmal sieht, deren Namen man vielleicht noch nie gehört hat (Gelbspötter, Flusskugelmuschel, Sumpf-Blutauge...). Es ist schützenswerte Natur, häufig in Rote-Arten-Listen vertreten. Die Hamburger Regierung und ihre "Bauherren" erwähnen diesen Punkt nicht. Im Vordergrund steht eine Natur, die sich Grüner Loop nennt - und gut ist es! Hamburg rühmt sich für Klimabewusstsein und macht bei dieser Riesen-Umweltsünde kurz mal die Augen zu. Ein bedeutender Lebensraum ungefähr so groß wie der Hamburger Stadtpark wird unwiderruflich zerstört. Es gibt ja Ausgleichsmaßnahmen!  Wir brauchen Wohnungen! Trotz stagnierender Einwohnerzahlen und einem noch nicht absehbaren Wandel bei der Nachfrage nach Büroraum. Das Klima verändert sich. Städte werden sich stärker erhitzen. Für die Bewohner urbane Räume werden Grünflächen immer wichtiger.

 

Der Cartoon von Martin Etienne zeigt auch auf das geplante Oberbillwerder. Der laienhafte Blick auf die Fläche trügt: Es ist nicht bloß ein wertloser Acker mit ein bisschen Landwirtschaft! 

Martin Etienne - der Mensch macht sich seine Natur
Martin Etienne - der Mensch macht sich seine Natur


Hamburger Senat zwingt uns zum Weitermachen

Dezember 2020: Unsere letzten öffentlichen Veranstaltungen fanden im Februar und März 2020 statt. Unterschriften wurden für das Bürgerbegehren gesammelt. Danach wurde es im Terminkalender sehr übersichtlich. Knapp 6.000 Unterschriften von Bergedorfer Bürgern wurden im Mai im Rathaus übergeben. Die Bezirksversammlung nahm das Begehren an. Der Bezirksamtsleiter "musste" sich für das Begehren seiner Bürger beim Hamburger Senat einsetzen. Der Senat fand andere Interessen wichtiger und folgte dem Bürgerbegehren nicht. Ein trauriges Signal für die sogenannte Bürgerbeteiligung. Es war leider keine wirkliche Überraschung.
Unweit von Oberbillwerder sollen über 7 Hektar Kulturlandschaft für die Erweiterung der bestehenden JVA verschwinden. Hier gab der Dorfverein im November eine sehr umfangreiche Stellungnahme ab.

In den Medien wird Oberbillwerder gut beachtet, auch bundesweit. Die erschwerten Kontaktmöglichkeiten lassen sich ein wenig über unsere Facebook- und Twitter-Kanäle ausgleichen. Wir freuen uns auf zusätzliche Follower und viele Likes, um die Streukraft zu erhöhen!

Die Entwicklung der Planungen zu Oberbillwerder begleiten wir weiterhin mit strikter Ablehnung. Die Arbeitsgruppe "Nein zu Oberbillwerder" trifft sich weiterhin -vermehrt online- unter Berücksichtigung der Hygiene-Vorschriften. 

 

Wir bedanken uns bei allen, die sich mit uns gegen die Zerstörung der einmaligen Kulturlandschaft und damit verbundenen bedrohlichen Nebenwirkungen einsetzen (im Geiste oder aktiv!).

 

Wat mutt dat mutt: Freies Billwerder gegen Senatsdiktatur (Demo 2019)
Wat mutt dat mutt: Freies Billwerder gegen Senatsdiktatur (Demo 2019)

 

 



"Die Kultiviertheit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt im Umgang mit ihrer gebauten Umwelt."

-Hinweis vom Denkmalrat an Hamburger Senat zum geplanten Abriss Sternbrücke-

 



13.12.20: Spannende Geschichten ut Billwarder

Bi „Wi snackt Platt“ is NDR 90,3 mit Benita Brunnert tohuus bi Nils Owe Krack un lett sik vun em sien Huus mit ganz veel spannende Geschicht un sien Stadtdeel Billwarder wiesen.

Bi Oberbillwarder kriegt em en dicken Hals: bi Minüüt 13:55 rinhören!

 

https://ndr.de/903/podcast4332.html

Nils Ove Krack vor seinem Haus am Billwerder Billdeich. (Foto: NDR)
Nils Ove Krack vor seinem Haus am Billwerder Billdeich. (Foto: NDR)



11.2020 - Prognose: LKW-Fahrten wie Sand am Meer


Ende November 2020 wurde vor dem Stadtentwicklungsausschuss das Sandmanagement von den IBA-Projektentwicklern vorgestellt. Die Bergedorfer Zeitung berichtete am 23.11.20. Hier leicht geändert und gekürzt der Bericht.
Oberbillwerder: Täglich 134 LKW Fahrten für den Boden

Eine Million Kubikmeter Sand wird es mindestens brauchen, damit der neue Stadtteil Oberbillwerder auf sicherem Untergrund stehen kann. Zur Einordnung: Das ist in etwa so viel Sand, wie alle Strände der Nordseeinsel Sylt jährlich durch Wind- und Welleneinfluss verlieren. Die Sandmengen sollen aus dem Großraum Hamburg angefahren werden. Es wird nicht nur einen Herkunftsort geben.  Warum soviel Sand? Der Baugrund muss verbessert werden. Oberbillwerder hat weiche Böden, Kleischichten von einem bis sechs Meter Dicke.  Direkt darauf kann man keine Straßen bauen. Auch für Siele und Straßenentwässerungsleitungen darunter muss der Untergrund aufgeschüttet werden.   .... alles lesen

Irgendwo hier wollen sie einfallen und jahrelang Sand auf die Kulturlandschaft schütten. Rechts: Grundschule/Kita     Hinten: S-Bahn Mittlerer Landweg
Irgendwo hier wollen sie einfallen und jahrelang Sand auf die Kulturlandschaft schütten. Rechts: Grundschule/Kita Hinten: S-Bahn Mittlerer Landweg



Zerstörungsplan für Billwerder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit dieser Übersicht zu fünf geplanten Flächen wird deutlich, wie gewaltig diese für den Stadtteil (das Dorf!) Billwerder sein werden. Eine Vertretung der Dorfgemeinschaft erhielt am 11. Juli 2020 Redezeit im Bergedorfer Stadtentwicklungsausschuss. Unsere Standpunkte zum Bürgerbegehren wurden sehr ausführlich vorgetragen. Der Ausschuss fand coronabedingt  unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

Download
Plan inkl. Verlinkungen (rechte Spalte)
Fünf weitere Flächen für die geplante Zerstörung von Billwerder
Karte_Zerstoerung_Kulturlandschaft_Billw
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Gegen Oberbillwerder

Hamburgs geplanter 105. Stadtteil im Modell

Für Grünflächenerhalt

Kulturlandschaft in Billwerder heute



Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 241 · 21033 Hamburg