Verkehr noch ohne Konzept

Bei der Planung zu einem neuen Stadtteil sollte das in der Reihenfolge weit vorn stehen. Aber: Ein richtiges Verkehrskonzept für den geplanten Stadtteil Oberbillwerder gibt es noch nicht. Für die äußere Erschließung gibt es mehrere Verbindungsideen.

Es liest sich auf der IBA-Webseite zum Masterplan ganz einfach: "Die übergeordnete Straßenanbindung erfolgt über drei Anschlüsse im Westen, Nordosten und Südosten, um den Verkehr bestmöglich zu verteilen." Nur so einfach ist die Aufgabe nicht. Es wird auf den gesamten Verkehr in der Umgebung des geplanten Stadtteils gravierende Auswirkungen haben. Nach Berechnungen der Verkehrsexperten sollen ca. 20.000 Fahrzeuge pro Tag von und in den neuen Stadtteil fahren. Dies wird über den oft ohnehin schon grenzwertigen bisherigen Verkehr zu weiteren erheblichen Belastungen durch Staus, Verkehrslärm, Luftschadstoffen und Unfallgefahren auf den folgenden Straßen führen.

 

Die erste verkehrliche Veränderung würde mit dem Sandtransport über eine neue Zufahrt am Mittleren Landweg beginnen. Für den Stadtteil sind nach ersten Berechnungen 67.000 Lkw-Transporte mit je 15 Kubikmetern Sand pro Tour zu rechnen. Bei logistisch möglichen 134 Lkw-Fahrten täglich wären das 500 Arbeitstage, also gut zwei Jahre. Der Weg auf die Baustelle führt für die alltägliche Kolonne idealerweise über die A 25-Anschlussstelle Allermöhe, die Hans-Duncker-Straße und den Rungedamm. 

 

aus dem Masterplan Oberbillwerder 2019
aus dem Masterplan Oberbillwerder 2019
Die Umgebung wird stark belastet. Hier "nur" Freizeitverkehr auf dem Billwerder Billdeich.
Die Umgebung wird stark belastet. Hier "nur" Freizeitverkehr auf dem Billwerder Billdeich.
Diese verkehrliche Idylle dürfte durch den Bau von Oberbillwerder verschwinden!
Diese verkehrliche Idylle dürfte durch den Bau von Oberbillwerder verschwinden!

Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 241 · 21033 Hamburg