Juli 21 - Klimawandel in HH? Für immer versiegelt.

S-Bahn Allermöhe Uberschwemmung
Ende Juni 2020: überschwemmte Unterführung S-Bahn Allermöhe (Foto: Facebook)

Extremwetter, steigende Hitze in den Städten, Starkregen. Aktuell gibt es hierzu in Deutschland traurige Nachrichten  und zahlreiche Opfer. Die Zerstörung und Versiegelung der Kulturland-schaft in Billwerder erscheint in diesem Zusammenhang eine schlechte Entscheidung der Rot/Grünen-Regierung für die Zukunft Hamburgs zu sein. Wir haben die Sorge, dass sich Erschließung und Bebauung von ca. 159 Hektar Offenland und die daraus erfolgenden Versiegelungen negativ auf die Wasserhaushalte der umliegenden Wohnquartiere auswirken. Schon jetzt stellen die Folgen des Klimawandels und die damit verbundenen häufigeren Extremwetter-Ereignisse die umliegenden Siedlungen vor große Herausforderungen. Das Konzept für die Wasserwirtschaft bezieht sich nur auf Oberbillwerder. Berechnungen über die Auswirkungen für die umliegenden Quartiere (Neuallermöhe, Nettelnburg, Allermöhe, Moorfleet, Bergedorf-West), die auch übers Schöpfwerk Allermöhe entwässern, gibt es nicht.

Es wird befürchtet, dass es dort zu einer starken Veränderung der Wassermenge kommt. Durch die Bebauung von OBW gehen 150 Hektar natürlicher Regenwasser-Rückhaltung und -versickerung verloren. Trotz neuer künstlicher Rückhaltebecken wird die Menge des in den Hauptwässerungsgraben Allermöhe abgeleiteten Regenwassers um ein Vielfaches erhöht. Es besteht die Gefahr, dass sich auch der Wasserstand in den

Neuallermöher Fleeten erhöht. Zum Schluss wird alles zusammen über das Schöpfwerk Allermöhe in die Dove Elbe gepumpt. Dies würde die umliegenden Stadtteile und Siedlungen stark gefährden, insbesondere die alten, meist ohne richtiges Fundament gebauten Häuser im Dorf Billwerder und in der alten Siedlung Nettelnburg. Ein Gutachten des Wasserverband Nettelnburg aus 2020 hat ergeben, dass jeder Zentimeter Wasserstandserhöhung in den Fleeten Neuallermöhes Auswirkung auf die Entwässerungsfähigkeit (also auf die Leistungsfähigkeit des Grabensystems) der Siedlung Nettelnburg hat und die Anwohner vor zum Teil unlösbare Probleme stellen würde.


Juni 21 - Der Pilger fliegt über Oberbillwerder

Pilger Billwerder
Quelle: Der Pilger

Er hat eine Drohne und dokumentiert damit bedrohte und zerstörte Flächen in Deutschland: Der Pilger.

Am 11.6. war er zu Besuch in Hamburg und hat u.a. auch die Fläche von Oberbillwerder überflogen. Er vermittelte einen noch anderen Blick und Perspektive auf eine Sache. Das ist sehr beeindruckend. Wir bedanken uns für diese Unterstützung!

Billwerder Luftaufnahme
Fotos, Videos und gutes Wetter über Billwerder.

YouTube-Kanal von Der Pilger.
Mit vielen Beispielen, wo etwas schlecht läuft. Und mit vielen Menschen, die möchten, dass es wieder gut läuft. Nun leider auch mit Videos aus Billwerder.



Juni 21 - Noch mehr Grünflächenklau in Billwerder

Auf der Suche nach einem Ort für die Schausteller, die vom Brennerhof weg sollen, ist eine ökologisch wertvolle Feuchtwiese am Dweerlandweg ins Visier der Stadtentwickler geraten.
Diese Fläche ist nach dem Biotopkataster eine wertvolle Heuwiese mit der Bewertung 5(!). Ein Teil der Fläche ist darüberhinaus eine Grünfläche, die nach dem Vertrag für Hamburgs Stadtgrün nicht bebaut werden darf.
Gerade in diesem Bereich hatten die Naturschutzverbände sich schon zu Beginn des Bebauungsplanung für die benachbarte JVA für einen verstärkten Amphibienschutz stark gemacht.
Die Fläche ist der niedrigste Punkt im Gebiet um die Kiesteiche. Sie liegt bei -0,4 bis -0,53 NHN. Also eine richtig schöne feuchte Wiese! Ideale Bedingungen für seltene und unter Schutz stehende Insekten, Amphibien und Wiesenvögel wie Feldlerche, Wachtelkönig, Bekassine, Wiesenpieper, wie wir sie in Billwerder (noch!) haben. Auch der Storch braucht Wiesen wie diese, um sich und seine Jungen zu ernähren.
Damit die Schausteller ihre Wagen dort aufstellen können, müssen die Wiesen trockengelegt, angeschüttet und befestigt werden. Für Fauna und Flora bleiben dort keine Überlebenschancen.
Einstimmig(!) wurde am 2.Juni im Stadtentwicklungsausschuss (SEA) beschlossen, dass der Hauptausschuss (HA) ermächtigt wird, das Verfahren einzuleiten. Ist sich niemand über den ökologischen Wert dieser Fläche bewusst?!?
Geht es um die freiwerdenden Flächen am Brennerhof, die die Schausteller räumen sollen? Schließlich lassen sich die sehr gut für Gewerbe vermarkten...
Die Einleitung des B-Plan-Verfahrens ausgerechnet in die Sommerferien zu legen, sagt schon einiges über dieses Projekt aus...

 

Betroffenheit, unmittelbar       - uns erreichte ein Schreiben -

 

Moin,

ich bin Schreber am Dweerlandweg. Mit den Jahren habe ich die umliegenden unberührten und auch Kultivierten Ecken immer besser kennen und lieben gelernt.

So viel ich kann, unterstütze ich die umliegende Fauna und Flora nach bestem Wissen. Erst jetzt, nach Jahren, stellen sich kleine Erfolge ein.

Hier und da, ein paar Arten und Anzahlen mehr. Entgegen jeder Vernunft soll nun Natur vernichtet werden. So gut ich kann, möchte ich diesen Irrsinn verhindern.

 

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Das Bild rechts entstand nach einem netten Plausch mit dem Pächter der Heuwiese. Er ist nur zwei mal im Jahr darauf und mäht sie für seinen Reiterhof. Er war gern bereit, einen Streifen stehen zu lassen, damit ich dort dauerhaft eine Bienenweide anpflanzen kann.

 

 

 

 

Dweerlandweg Moor
Bei der Fläche handelt es sich um ein Moor!
Quelle: GeoOnline
Quelle: GeoOnline
Rechts der A1 liegt die JVA. Am unteren Ende der Elipse ist die Bahnstrecke.
Rechts der A1 liegt die JVA. Am unteren Ende der Elipse ist die Bahnstrecke.
Dweerlandweg
Ringelnatter am Dweerlandweg
Dweerlandweg
Wiese, Weide - kleines Glück für Tier, Insekt und Mensch


29.5.21 - Fahrradsternfahrt zum Rathaus

Im Verbund mit vielen anderen Initiativen, denen auch Grün geklaut werden soll, beteiligen wir uns an einer Fahrrad-Sternfahrt zum Rathausmarkt.

"Rettet Hamburgs Natur!" Die erste große hamburgweite Bündnisdemo gegen Grünflächenklau, diesmal mit dem Fahrrad!

 

Kommt mit! 

Samstag 29.5.21

 


Insgesamt gab es vier Startpunkte für die Sternfahrt:

Route 1: Wilhelmsburg-Rathausmarkt  / Start 12 Uhr

Hafenrandstraße beim Spreehafen am Knick im Deich um 12 Uhr
Route 2: Moorburg-Rathausmarkt  / Start 11:30 Uhr

Hinterdeich am Naturschutzgebiet Moorgürtel um 11:30 Uhr

Route 3: Teufelsbrück-Rathausmarkt  / Start 13 Uhr

Bei Teufelsbrück um 13 Uhr

Route 4: Mittlerer Landweg-Rathausmarkt  / Start 13 Uhr

S-Bahn Station Mittlerer Landweg um 13 Uhr

 

15 Uhr Abschlusskundgebung am Rathausmarkt

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Gefährdete Naturräume in Hamburg:

  • Marschlandschaft in Oberbillwerder
  • Wilder Wald in Wilhelmsburg
  • Diekmoor in Langenhorn
  • Straßenbäume am Alsenplatz in Altona
  • Vollhöfner Wald in Finkenwerder
  • Straßenbäume am Neuen Pferdemarkt auf St.Pauli
  • Straßenbäume an der Sternbrücke in der Schanze
  • Wald-Biotop Bramfeld 70 an der Bramfelder Chaussee
  • Moorlandschaften bei Moorburg sollen für den Bau der nicht mehr zeitgemäßen, aber dennoch geplanten A26 Ost weichen
  • und noch viele weitere!

Rettet Hamburgs Natur!

- Bündnis-Demo zum Erhalt natürlicher Ökosysteme in und um Hamburg -

 

29.05.2021 Rathausmarkt. Das Bündnis „Rettet Hamburgs Natur!"

protestiert ab 15 Uhr auf dem Rathausmarkt. Vier Fahrrad-Zubringer-Demos, die aus den Randbezirken sternförmig Richtung Innenstadt fahren, bringen 550 Teilnehmer:innen zum Platz vor dem Rathaus.

 

Das breit aufgestellte hamburgweite Bündnis aus vielen lokalen Initiativen, Umweltverbänden und Aktionsgruppen setzt sich für den Erhalt der Hamburger Naturräume und Grünflächen und gegen weitere Flächenversiegelung ein. Dabei geht es sowohl um ganze Landschaften wie die Marschlandschaft in Oberbillwerder, das Diekmoor in Langenhorn, die Moorlandschaft in Moorburg, den Wilden Wald in Wilhelmsburg, den Vollhöfener Wald in Altenwerder, das Wald-Biotop Bramfeld 70, als auch um einzelne Bäume wie am Alsenplatz, an der Sternbrücke oder am Neuen Pferdemarkt.

 

"Der Senat muss jetzt einen Planungsstopp in seiner verfehlten

Umweltschutz- und Wohnungsbaupolitik beschließen. Die Klimakatastrophe ist längst da, aber Tschentscher und Fegebank verscherbeln weiterhin wertvolle Naturflächen in Hamburg. Das nehmen wir nicht länger tatenlos hin.", so Jürgen Baumann von der Initiative WaldretterInnen-Wilhelmsburg.

 

Wir sind vorbereitet für die #Demo29Mai am Sonnabend!

ROUTE 4: Wir treffen uns um 13 Uhr an der S-Bahn-Station Mittlerer Landweg. Über Moorfleeter Deich geht’s über Kaltehofe zum Zwischenstopp „Entenwerder 1“ (Goldener Pavillon).

Dort werden wir uns eine Weile (um 14 Uhr herum) aufhalten, so dass ihr euch auch dort unserer Radtour anschließen könnt. Vom schönen Entenwerder geht’s dann weiter entlang Oberhafen und Deichtorhallen Richtung Rathaus. Davor findet gegen 15 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Natürlich sind auch Teilnehmer herzlich willkommen, die nicht radeln möchten.

 

Die Sternfahrt ist behördlich angemeldet. Es gibt ein Hygienekonzept. Bitte tragt Mund-Nasen-Masken, wenn wir anhalten und haltet auch beim Radfahren Abstand!

Bau oder Baum? In Hamburg sind viele Naturräume bedroht.
Bau oder Baum? In Hamburg sind viele Naturräume bedroht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturflächen sind wichtige Klimapuffer, jeder Baum, jede Grünfläche verringert die globale Klimaerhitzung, verbessert das Mikroklima in den Stadtteilen und reinigt die Luft. Daher ist es mitten in der Klimakrise unverantwortlich, intakte Ökosysteme und jahrzehntealte Baumbestände zu zerstören. Profitinteressen einzelner Investoren und Konzerne dürfen nicht länger über den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen und Tiere gesetzt werden.

 

Daher fordert das Bündnis:

 

* Planungsstopp für alle Bauprojekte, die Naturräume zerstören

* Langfristiger Erhalt aller Naturflächen in Hamburg

* Einhaltung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien der EU

* Ausweisung von leerstehenden Gewerbe- und Industrieflächen für den Wohnungsbau

* Nachhaltige Lösungen für bezahlbaren Wohnraum: Sanktionen gegen Wohnungsleerstand, mehr Genossenschaftsmodelle, 50% sozialgeförderte Wohnungen

* Umweltgerechtigkeit: In industriell und von Armut geprägten Stadtteilen ist es besonders wichtig, dass vorhandene Naturräume „im Viertel" für alle erreichbar bleiben

 

Für Rückfragen, Interviews und Kontakt zu den lokalen Projekten stehen Wir gerne zur Verfügung!



April 2021 - Stellungnahme zu Planungen

Vom 25.3. bis zum 15.4.2021 konnten Stellungnahmen für drei Bereiche abgegeben werden, die von den Bauplanungen für Oberbillwerder betroffen sind:

Billwerder30 / Bergedorf120 / Neuallermoehe2

 

In der Rubrik Stellungnahmen können Sie die zahlreichen Einträge bei "Bauleitplanung online" lesen. Hier erscheinen die Beiträge, bei den die Autoren den Haken bei "veröffentlichen" gesetzt haben. Das Studium dieser Seiten lohnt sich, wenn Sie sich die Bandbreite der Fragen und Sorgen der Bürger vor Augen führen möchten. 

Foto der Seite bauleitplanung.hamburg.de zu Oberbillwerder
Foto der Seite bauleitplanung.hamburg.de zu Oberbillwerder


5.4.21 - Offener Brief mit starken Bedenken

In einem offenen Brief gehen wir auf Problemfelder ein, die unmittelbar die aktuelle Lebensrealität der angrenzenden Wohnquartiere von Oberbillwerder betreffen. Die bisherige Planung wird zu einer Verschlechterung der Wohn- und Aufenthaltsqualität führen. Dies betrifft insbesondere zwei Bereiche: Verkehr   und    Entwässerung.

 

20 Initiativen und Interessenvertretungen aus ganz Hamburg unterstützen unsere Forderungen und haben den Brandbrief mit unterzeichnet.

Wir appellieren hiermit eindringlich an Politik und Behörden, alle Alternativen – vor allem auf bereits versiegelten, nicht optimal genutzten Flächen (z. B. Hauni-Parkplatz, Bergedorf) – für dieses Megaprojekt gewissenhaft zu prüfen und den klima- und lebensraumgefährdenden Flächenfraß in Billwerder endgültig zu beenden.

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kurzes Anschreiben zum Offenen Brief Oberbillwerder
Anschreiben offener Brief OBW.pdf
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Offener Brief zur Planung Oberbillwerder
Offener_Brief_OBW_21_04_05.pdf
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April, April - Kehrtwendung bei den GRÜNEN?

Es war ein Aprilscherz - leider!:

 

1.4.2021 Wenn das stimmt, sind unsere Aktivitäten bald nicht mehr notwendig: Die Grünen Hamburg besinnen sich anscheinend auf die Werte, die eigentlich in den Genen der Partei liegen sollten: Näheres dazu im Zeitungsbericht rechts. Wir sind gespannt, wie sich das weiterentwickelt.


Falls die Bebauung nun doch nicht stattfinden sollte, hier die Liste einiger (insges. 75) Bewohner, die sich sehr darüber freuen würden: Bekassine, Blaukehlchen, Bluthänfling, Eisvogel, Feldlerche, Feldschwirl, Gartenrotschwanz, Gelbspötter, Grauschnäpper, Haussperling, Kiebitz, Knäkente, Kuckuck, Nachtigall, Rebhuhn, Rotschenkel, Schilfrohrsänger, Stieglitz,

Sumpfrohrsänger, Wachtelkönig, Wiesenpieper, Wiesenschafstelze, Schwarzkelchen, Dorngrasmücke, Gelbspötter, Goldammer, Rohrammer,Grasfrosch, Moorfrosch, Braunfrosch, Seefrosch, Teichfrosch, Teichmolch, Kammmolch, Breitflügelfledermaus, Großer Abendsegler, Rauhautfledermaus, Zwergfledermaus, Mückenfledermaus, Kleine Bartfledermaus, Wasserfledermaus, Breitflügelfledermaus, Großer Abendsegler, Kliener Abendsegler, Braunes Langohr, Schöne Erbsenmuschel, Flusskugelmuschel, Große Erbsenmuschel, Gewöhnlicher Odermennig, Hunds-Straußgras, Weinberg-Lauch, AckerFuchsschwanz, Schwarznessel, Roggen-Trespe, Fuchs-Segge, Rauhes Hornblatt, Zartes Hornblatt, Sumpf-Blutauge, Gewöhnliches Kammgras, Sumpf-Weidenröschen,

Kleinblütiges Weidenröschen, Sonnenwend-Wolfsmilch, Wasserfeder, Dreifurchige Wasserlinse, Straußblütiger Gilbweiderich, Wild-Apfel, Weiße Seerose, Berchtolds Laichkraut, Kamm-Laichkraut, Haar-Laichkraut, Ranunculus auricomus agg. (Artengruppe Gold-Hahnenfuß), Spreizender Wasserhahnenfuß, Schwarze Johannisbeere, Krebsschere, Zottel-Wicke. 

Es handelt sich um Namen von Bewohnern, die per Gutachten festgestellt wurden. Die Meisten davon stehen auf der Roten Liste.

Andere nicht so seltene Namen sind noch gar nicht aufgeführt, z.B. Insekten. Die Promis der Fläche, die "Weiße Rehe" finden sich natürlich auch nicht der Liste. Ebenso die Landwirte in dieser Region.  Und die Bodenbewohner, wie z.B. der Regenwurm oder Maulwurf. Und der Boden an sich nebst seinen Mikroorganismen. Keine Lobby - also weg damit? Das scheint sich nun ja doch zu ändern. Vielen Dank, liebe Grüne Hamburg - wir zählen auf auch!



Sa, 20.3. / 11 Uhr - Fahrradtour in Billwerder

Die Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V. lädt am Sonnabend, 20. März 2021 zu einer informativen Fahrradtour ein. Treffpunkt ist der Parkplatz unten am S-Bahnhof Billwerder-Moorfleet (Alter Landweg 44) um 11 Uhr.


Von dort führt die etwa zweistündige Tour zu den Gebieten in der Umgebung, auf denen Großprojekte gebaut werden sollen. Diese verändern den Charakter des Dorfs und der Kulturlandschaft Billwerders unwiederbringlich:
Insgesamt 5 Info-Stopps u.a.

-Neubau der Jugend-Vollzugsanstalt neben der bestehenden JVA

-die geplante Großsiedlung Oberbillwerder


Während der Radtour gibt es Informationen über die geplante Bebauung, die Ausgleichsmaßnahmen und die vorhandenen Naturwerte der Billwerder Kulturlandschaft.

Du bist herzlich eingeladen! Temperatur unter 5 Grad, also Handschuhe und Mütze nicht vergessen! Fernglas kann nicht schaden. Das Tour-Ende ist am S-Bahnhof Allermöhe.

Veloroute 9 am Mittleren Landweg
Veloroute 9 am Mittleren Landweg

Die Radtour ist angemeldet und erfolgt unter Corona-konformen Hygienebedingungen. Bitte bringt eine medizinische Maske mit und achtet auf die Abstände!



Feb. 2021: JVA - zahlreiche Bäume gefällt

Wie viele  Bäume mögen das gewesen sein? Auf ca. 450 Meter Länge wurden an der östlichen Seite der JVA die großen Weiden gefällt. Da werden vorbereitende Tatsachen zur Bauerweiterung geschaffen.

 

Anfang des Jahrtausends wurden sie gepflanzt und wuchsen so stattlich heran, dass die Gefängnismauern nicht mehr zu sehen waren. Mensch und Tier profitierten davon.

 

Bäume speichern CO2 und sorgen für Lebensqualität und Artenvielfalt in der Stadt. Hamburg hat unter den deutschen Großstädten den größten Bestand an Straßenbäumen pro 1.000 Einwohner. Dieser Bestand ist durch Baumkrankheiten, Stürme, Trockenheit, Baumaßnahmen und Versiegelung an vielen Stellen gefährdet. Trotz dieser Herausforderungen wurde das Defizit von Fällungen und Pflanzungen in den Jahren 2019 und 2020 nahezu gestoppt. Für den Erhalt des Bestands in den kommenden Jahren braucht es eine gemeinsame Anstrengung von Behörden, Bauherren und Bezirken (9.2.2021 hamburg.de - Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft)



Jan 2021: Weiße Rehe und heile Welt in Billwerder

Das soll es bald nicht mehr geben: Weiße und dunkle Rehe im Billwerder Schnee. Vielleicht stehen sie im geplanten "Grünem Quartier"...  (Quelle SHZ - CityNewsTV)
Das soll es bald nicht mehr geben: Weiße und dunkle Rehe im Billwerder Schnee. Vielleicht stehen sie im geplanten "Grünem Quartier"... (Quelle SHZ - CityNewsTV)

Sie sind die tierischen Stars in der bedrohten Billwerder Kulturlandschaft: die Weißen Rehe!

Selbst aus der S-Bahn erkennt man sie auf den Wiesen als weiße Punkte. Wenn Oberbillwerder gebaut wird, verschwindet der zentrale Lebensraum für diese Tiergruppe. In den letzten Wochen tauchten sie ein paarmal in Zeitungen, Radio und den sozialen Netzwerken auf. Es ist gut, dass auch sie dazu beitragen Aufmerksamkeit für das drohende Unheil zu erzeugen. Stehen die Rehe doch auch für andere Vertreter auf dieser Fläche, die man aber kaum einmal sieht, deren Namen man vielleicht noch nie gehört hat (Gelbspötter, Flusskugelmuschel, Sumpf-Blutauge...). Es ist schützenswerte Natur, häufig in Rote-Arten-Listen vertreten. Die Hamburger Regierung und ihre "Bauherren" erwähnen diesen Punkt nicht. Im Vordergrund steht eine Natur, die sich Grüner Loop nennt - und gut ist es! Hamburg rühmt sich für Klimabewusstsein und macht bei dieser Riesen-Umweltsünde kurz mal die Augen zu. Ein bedeutender Lebensraum ungefähr so groß wie der Hamburger Stadtpark wird unwiderruflich zerstört. Es gibt ja Ausgleichsmaßnahmen!  Wir brauchen Wohnungen! Trotz stagnierender Einwohnerzahlen und einem noch nicht absehbaren Wandel bei der Nachfrage nach Büroraum. Das Klima verändert sich. Städte werden sich stärker erhitzen. Für die Bewohner urbane Räume werden Grünflächen immer wichtiger.

 

Der Cartoon von Martin Etienne zeigt auch auf das geplante Oberbillwerder. Der laienhafte Blick auf die Fläche trügt: Es ist nicht bloß ein wertloser Acker mit ein bisschen Landwirtschaft! 

Martin Etienne - der Mensch macht sich seine Natur
Martin Etienne - der Mensch macht sich seine Natur


Hamburger Senat zwingt uns zum Weitermachen

Dezember 2020: Unsere letzten öffentlichen Veranstaltungen fanden im Februar und März 2020 statt. Unterschriften wurden für das Bürgerbegehren gesammelt. Danach wurde es im Terminkalender sehr übersichtlich. Knapp 6.000 Unterschriften von Bergedorfer Bürgern wurden im Mai im Rathaus übergeben. Die Bezirksversammlung nahm das Begehren an. Der Bezirksamtsleiter "musste" sich für das Begehren seiner Bürger beim Hamburger Senat einsetzen. Der Senat fand andere Interessen wichtiger und folgte dem Bürgerbegehren nicht. Ein trauriges Signal für die sogenannte Bürgerbeteiligung. Es war leider keine wirkliche Überraschung.
Unweit von Oberbillwerder sollen über 7 Hektar Kulturlandschaft für die Erweiterung der bestehenden JVA verschwinden. Hier gab der Dorfverein im November eine sehr umfangreiche Stellungnahme ab.

In den Medien wird Oberbillwerder gut beachtet, auch bundesweit. Die erschwerten Kontaktmöglichkeiten lassen sich ein wenig über unsere Facebook- und Twitter-Kanäle ausgleichen. Wir freuen uns auf zusätzliche Follower und viele Likes, um die Streukraft zu erhöhen!

Die Entwicklung der Planungen zu Oberbillwerder begleiten wir weiterhin mit strikter Ablehnung. Die Arbeitsgruppe "Nein zu Oberbillwerder" trifft sich weiterhin -vermehrt online- unter Berücksichtigung der Hygiene-Vorschriften. 

 

Wir bedanken uns bei allen, die sich mit uns gegen die Zerstörung der einmaligen Kulturlandschaft und damit verbundenen bedrohlichen Nebenwirkungen einsetzen (im Geiste oder aktiv!).

 

Wat mutt dat mutt: Freies Billwerder gegen Senatsdiktatur (Demo 2019)
Wat mutt dat mutt: Freies Billwerder gegen Senatsdiktatur (Demo 2019)

 

 



"Die Kultiviertheit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt im Umgang mit ihrer gebauten Umwelt."

-Hinweis vom Denkmalrat an Hamburger Senat zum geplanten Abriss Sternbrücke-

 



13.12.20: Spannende Geschichten ut Billwarder

Bi „Wi snackt Platt“ is NDR 90,3 mit Benita Brunnert tohuus bi Nils Owe Krack un lett sik vun em sien Huus mit ganz veel spannende Geschicht un sien Stadtdeel Billwarder wiesen.

Bi Oberbillwarder kriegt em en dicken Hals: bi Minüüt 13:55 rinhören!

 

https://ndr.de/903/podcast4332.html

Nils Ove Krack vor seinem Haus am Billwerder Billdeich. (Foto: NDR)
Nils Ove Krack vor seinem Haus am Billwerder Billdeich. (Foto: NDR)


8.12.20 / 18:30-20 Uhr, IBA-Informationsabend

Einmal ist keinmal im Jahr lädt die IBA Hamburg Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte zum sogenannten Projektdialog ein. Es werden aktuelle Entwicklungen aus dem Projektgebiet vorgestellt. Im Anschluss darf man Fragen an die Beteiligten stellen. Fragen können vorab oder während der Echtzeitübertragung an oberbillwerder@iba-hamburg.de geschickt werden. Wir bitten um kritische Zusendungen!

Der Live-Stream wird über YouTube angeboten.

Fake-Bild vom Billdeich. Hier schlägt das Sandmanagement noch nicht zu.
Fake-Bild vom Billdeich. Hier schlägt das Sandmanagement noch nicht zu.


Advent 2020 - Mir geht ein Licht auf!

29.11.2020 - Seit ein paar Tagen haben wir zwei neue Sticker im Sortiment. Sie sind klein, aber fein (ca. 5x5 cm und 7x7cm). Die Aufkleber übermitteln die erhellende Botschaft:

"OBERBILLWERDER IST OBERBESCHEUERT"

Wir schicken Sticker auch gern kostenlos zu. Wo und wie man die beiden Teile erhält, erfahrt ihr unter Mitmachen

Warten auf Abholung im Hofladen Neun Linden, Billwerder Billdeich 480.
Warten auf Abholung im Hofladen Neun Linden, Billwerder Billdeich 480.


Banner bannt Bauwahn in Oberbillwerder

Eingang Altes Spritzenhaus (Remise)
Eingang Altes Spritzenhaus (Remise)

Leider ist das auch der Fall für die Oberbillwerder-Ausgleichsmaßnahmen, die in Billwerder vorgenommen werden sollen: Für eine Aufwertung werden Flächen zunächst massiv zerstört und u.a. zahlreiche Bodenbrüter vertrieben. Ein Bärendienst für den Artenschutz!

Wohnraum in der Stadt Hamburg sollte, bei zur Zeit nicht steigender Einwohnerzahl, intelligenter geschaffen werden.


Falls jemand Interesse hat, ein Banner auf seinem Grundstück zu platzieren, möge er sich bei uns melden. Wir werden demnächst auch ein kleineres Format anbieten können.

NEIN zu Oberbillwerder-Banner, Billwerder Billdeich 366
NEIN zu Oberbillwerder-Banner, Billwerder Billdeich 366

Wir können auch größer als A1! Ein neues Banner hängt seit Ende September 2020 vor dem Alten Spritzenhaus in Billwerder. Es drückt aus, dass das Aufschütten von gigantischen Sandmengen auf den Marschboden, die Versiegelung mehr als 100 Hektar Land, die endgültige Vernichtung der Kulturlandschaft, rein gar nichts mit Klimaschutz zu tun haben. Die hier lebenden, zum Teil seltenen Tierarten, werden sich für immer verabschieden. Das wird verschwiegen. 



30.9.-23.11.20   Wohin mit der Stadt?

Das Museum für Hamburgische Geschichte ordnet das
Stadtentwicklungsprojekt Oberbillwerder historisch ein und zieht
Vergleiche mit anderen Großwohnsiedlungsprojekten aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Präsentation gibt Einblicke in die Geschichte von städtischen Bürgerbeteiligungen und gibt Stimmen der Debatte um die Planung des neuen Stadtteils Oberbillwerder in ihrer Vielschichtigkeit wieder. Auch Fotos von Martin, der unseren Protest lange fotografisch dokumentiert hat, sind Teil der Ausstellung.

Öffnungszeiten (Holstenwall 24): Montag 10 - 17 Uhr

Dienstags geschlossen; Mittwoch bis Freitag 10 - 17 Uhr;

Samstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Oberbillwerder
Ist der Masterplan ein Masterplan? (Foto: shmh.de)


27.8. Bürgerbegehren: Senat sagt "Nein Danke!"

Ganz kurz zur Erinnerung: Knapp 6.000 Unterschriften von Bergedorferinnen und Bergedorfern wurden im Mai 2020 im Bergedorfer Rathaus abgegeben. Diese sprachen sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft in den Vier- und Marschlanden aus. Die Bezirksversammlung nahm das Begehren an. Der Bezirksamtsleiter "musste" sich für das Begehren seiner Bürger beim Hamburger Senat einsetzen. Der Senat findet andere Interessen wichtiger und folgt dem Bürgerbegehren nicht. Das ist leider keine wirkliche Überraschung. Aus einem Schreiben des Staatsrates der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke vom 27.8.20 kann man mehr erfahren. Siehe Anlage zur Drucksache - 21-0418.01 (Button).

Die Bergedorfer Zeitung berichtete hierzu am 4. September.

Die Bürger machen weiter! Auch im Interesse der Boberger Niederung (Foto).
Die Bürger machen weiter! Auch im Interesse der Boberger Niederung (Foto).


8.8.20 Deutschlandfunk: Heiße Betonwüste

Der Klimawandel ist da: Städte heizen sich besonders auf. Wetterextreme nehmen zu. Sehr interessante Deutschlandfunk-Reportage. Oberbillwerder ab ca. Minute 24,5.

 

Deutschlandfunk on demand
"Heiße Betonwüste? Klimawandel in der Stadt"

von Lisa Rauschenberger (Dauer 40:35 Min.)

 

Billwerder kühlt (noch) Hamburg! Da hilft auch kein Platin-Abzeichen für den Masterplan oder ein Grüner Loop: Die klimatische Situation würde sich durch die endgültige Zerstörung der Kulturlandschaft verschlechtern.



August 2020: Bettlaken mit wichtiger Botschaft

Corona hatte viele andere wichtige Themen aus dem Aufmerksamkeitsfeld verdrängt. Nun wird uns gerade durch die längste Hitzewelle, die Hamburg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt hat, wieder bewusst, wie wichtig eine intakte Natur für den Menschen ist. Die Dürre nimmt beängstigende Ausmaße an. Klar, der bedrohte Urwald in Brasilien hat mächtige Dimensionen. Aber im Bestreben den Klimawandel abzumildern, fängt es im Kleinen an, z.B. in Billwerder.  Versiegelung von Flächen, Verdrängung von teilweise sogar bedrohten Pflanzen und Tieren. Das Opfern eines benachbarten Naturschutzgebietes. Alles hängt zusammen. Leider haben die regierenden Politiker andere Ziele.

Naturparadies Billwerder erhalten! Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Und für den Globus "Hamburg" ist Billwerder dann doch nicht so klein!

Bridge over troubled water? An der Bille kann ein jeder machen, was er will! Gut so.
Bridge over troubled water? An der Bille kann ein jeder machen, was er will! Gut so.


Sommer 2020: Storchenparadies Billwerder

9. August: Ein Getreidefeld in der Boberger Niederung in der Nähe vom Kreisel Mittlerer Landweg wurde gedroschen und dann gab es wieder ein Treffen der Erntehelfer. 15 + 1 Störche konnten wir zählen (einer steht abseits). Jetzt schließt sich der Kreislauf: Das Wintergetreide war Nahrung für Rehe, Hasen, Schwäne und Co. im Winter, hochgewachsen bot es Futter und Schutz für Rehe und Nager und jetzt wird geerntet von Menschen, Störchen,

Raubvögeln und Eulen. Landwirtschaft bedeutet Leben für viele, dies ist nicht nur Acker. Das Wort Acker ist die Bezeichnung für ein landwirtschaftlich genutztes Feld. Die Planer von Oberbillwerder nutzen dieses Wort eher abfällig. Als Ausdruck für eine nicht so wertvolle und ökologisch unbedeutende Fläche.

In diesem Sommer sieht man Störche häufig und auch in größerer Anzahl. Auch auf den Flächen ("der Acker") auf denen Oberbillwerder oder die JVA-Erweiterung gebaut werden sollen.

15 Störche in der Boberger Niederung.
15 Störche in der Boberger Niederung.


(ZDF) Doku-Reportage: Der Kampf um freie Flächen

"planet e." geht der Frage nach, wie und wo in Zukunft neuer Wohnraum entstehen soll. Bleibt das Grün in den Städten auf der Strecke? Oder werden immer mehr landwirtschaftlich nötige Flächen geopfert?

 

Ende 2020 sollte der Flächenverbrauch bei 30 Hektar pro Tag gestoppt werden. Ziel verfehlt. Dabei hatte Rot-Grün in der nationalen Nachhaltigkeits-Strategie schon 2002 festgelegt, den täglichen Landschaftsverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Nachverdichtung ist eine kluge Alternative: weniger Quadratmeter für mehr Menschen. Damit soll der Landschaftsfraß gestoppt werden. Doch noch immer gehen jeden Tag 56 Hektar Natur verloren.

Auch die geplante Neubausiedlung Oberbillwerder ist ein Thema.

Hier sind insgesamt ca. 165 Hektar (inkl. anbindender Infrastruktur) Kulturlandschaft von der endgültigen Zerstörung bedroht. Es gibt viel Natur inkl. zahlreicher seltener Tierarten, auch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Fläche hätte eine Dimension von ungefähr 230 Fußballfeldern. 

 

Im TV-Programm:

ZDF, 05.07.2020, 16:30 -17:00 Uhr

 

Video verfügbar

ab 03.07.2020

Oberbillwerder zerstört Natur
Sandaufschüttung - der langsame Tod einer Landschaft


18.7.20 Beitrag im Hamburg Journal (NDR)

Am Freitag war der NDR Hamburg in Billwerder um O-Töne aufzunehmen. 

 

Die Dorfgemeinschaft hat nach dem Umweltinformationsgesetz alle Umweltgutachten zur geplanten Bebauung Oberbillwerders bei der IBA angefordert und der Bürgerschaftsabgeordnete Stephan Jersch (DIE LINKE) hat, nachdem die IBA sich wenig auskunftsfreudig zeigte, noch eine "Kleine Anfrage" an den Hamburger Senat gestellt, aber diese wurde ebenso wenig informativ beantwortet.

 

Erste Ausstrahlung der Interviews Samstag ab 19:30 Uhr im Hamburg Journal.

NDR-Team im sonnigen Billwerder
NDR-Team im sonnigen Billwerder


18.6.20 Bürgerbegehren "angenommen"

Die Bergedorfer Bezirksversammlung hat auf Antrag der CDU mit den Stimmen der Opposition und bei Enthaltung der Koalition (SPD, Grüne, FDP) das Bürgerbegehren "Vier- und Marschlande erhalten!" angenommen. Die Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V. nimmt dazu wie folgt Stellung:

 

Direkte Demokratie sollte von der Politik ernst genommen werden. Das bedeutet auch, dass nicht durch Enthaltung der  Mehrheit  die heuchlerische Übernahme eines Bürgerbegehrens erzwungen wird. Die Dorfgemeinschaft Billwärder meint: Die Koalition in Bergedorf hat vermutlich nicht die Absicht dem Bürgerbegehren ernsthaft zu folgen, sondern will mit der Übernahme lediglich einen Bürgerentscheid verhindern und damit weiter

verbergen, dass es eine große Mehrheit gegen die Bebauung

Oberbillwerders gibt. Dieses Vorgehen ist nicht nur der Gipfel der

Heuchelei, vielmehr fügt es der direkten Demokratie schwersten Schaden zu.

 

Andererseits steht Herr Dornquast in der Verantwortung, diesen Auftrag der Bezirksversammlung auch ernst zu nehmen und sein politisches Talent zu beweisen, indem er beim Senat wirklich etwas für Bergedorf bewirkt.

 

Wir sehen Herrn Dornquast nunmehr  in der Pflicht zu zeigen, wie er sich beim Senat für den Erhalt der Kulturlandschaft Oberbillwerders einsetzen wird. Ein einfaches Schreiben reicht dafür bei weitem nicht aus. Letztlich kann nur ein deutlicher Erfolg für den Erhalt der Kulturlandschaft nachweisen, dass die Koalition und Herr Dornquast das Bürgerbegehren ernst genommen haben.

 

 

Der Vorgang zeigt aber auch, dass die Koalition mutmaßlich Angst vor einem Bürgerentscheid hat. Sie gibt damit offen zu, dass Sie diesen nicht hätte gewinnen können. Die Dorfgemeinschaft Billwerder wird weiter alles versuchen, um die Kulturlandschaft in Billwerder zu retten. Dazu schließen wir weitere Bürgerbegehren nicht aus. Ganz sicher aber werden wir mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Bebauungsplan vorgehen.

Hierfür bietet bereits der derzeitige Stand der Planungen reichlich Ansätze.

 

Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.

--

[Anmerkung: Arne Dornquast (SPD) ist der Leiter vom Bezirksamt Bergedorf]



Weiterer Zeitplan für unser Bügerbegehren

Das Bürgerbegehren ist zustande gekommen - wie geht es weiter?Aus der Drucksache 21-0408 / Bezirksversammlung Bergedorf (Hauptausschuss, 4.6.2020)  - Zustandekommen des Bürgerbegehrens "Vier- und Marschlande erhalten" - kann man den weiteren Zeitplan im Umgang mit unserem Anliegen ersehen.

 

Am Ende der Drucksache steht der Beschluss-Vorschlag:

1.) Die Bezirksversammlung nimmt das Zustandekommen des Bürgerbegehrens zur Kenntnis.

     

2.) Die Initiative erhält gem. § 7 Abs. 2 BezAbstDurchfG in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 11.06.2020 die Gelegenheit, ihr Anliegen zu erläutern. Der Bezirksversammlung wird entsprechend berichtet.

3.) Die Bezirksversammlung entscheidet spätestens in der Sitzung am 18.6.2020 darüber, ob sie dem Anliegen des Bürgerbegehrens zustimmt oder Verhandlungen mit der Initiative aufnehmen möchte. 

4.) Die Bezirksversammlung entscheidet spätestens in der Sitzung des Hauptausschusses am 16.7.2020 darüber,

-  ob es eine Gegenvorlage der Bezirksversammlung gem. § 7 Abs. 4 BezAbstDurchfG geben soll,

-  ob es eine gemeinsame oder eine nach Fraktionen getrennte Stellungnahme für die Informationsbroschüre geben soll, und

-  wie der Text einer solchen im Falle einer gemeinsamen Stellungnahme lauten soll.

 

 

NEU: 18.6.2020

Bei 3.) war dann Schluss: Die Bezirksversammlung Bergedorf hat am 18. Juni 2020 das Bürgerbegehren angenommen. Was wir dazu meinen, lesen Sie oben im Beitrag "Bürgerbegehren angenommen".

 

 


Storch Oberbillwerder
Noch gibt es Störche in Billwerder.

Bürgerbegehren kommt zu Ihnen nach Hause!

Corona-Virus macht erfinderisch: Anfang Mai 2020 verschickten wir unsere Unterschriftslisten über eine Postwurfsendung an Bergedorfer Haushalte.Wenn Sie unser Anliegen unterstützen möchten, dann schicken Sie uns bitte Ihr Autogramm! Geld spielt keine Rolle, denn das "Entgelt zahlt Empfänger". Sie müssen nur noch einen passenden Briefkasten finden. 

Am besten schon am 12. Mai, damit wir Ihren Beitrag spätestens am 14. Mai 2020 erhalten. Am 15. Mai reichen wir die Listen ein. Unser Ziel sind mindestens 3.000 Unterschriften. Dann müsste sich die Bergedorfer Bezirksversammlung mit dem Begehren der Bürger beschäftigen und Stellung beziehen.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung! 


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Inhalt Brief
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Boberger Niederung bedroht

März 2020 - Ein Vorgeschmack auf das, was einmal kommen mag, wenn Oberbillwerder gebaut würde. Der benachbarte "Neue Stadtteil im Grünen" mit guter direkter Verbindung in das Naturschutzgebiet Boberger Niederung dürfte Effekte haben, wie man sie auf den Fotos sieht. Zur Corona-geprägten Zeit ist die schöne und wertvolle Landschaft ein willkommenes Freizeit-Ziel. Nicht das wir uns falsch verstehen: Natürlich sind solche Gebiete für alle Menschen da!

Nur ist eben zu vermuten, das die Anzahl der neuen Nachbarn die naturverträgliche Besucherzahl überschreiten würde. Das ist insbesondere eine Gefahr für die seltenen Tier- und Pflanzenarten. Bei der Lobpreisung von Oberbillwerder werden diese Nebenwirkungen von der regierenden Politik verharmlost. Oberbillwerder ist eine naturzerstörende Mogelpackung! 



Hilfe für wandernde Kröten auf dem Billdeich?

Billwerder Billdeich
Der Billwerder Billdeich wird an vielen Stellen von Kröten überquert.

März 2020 - Die Kröten in Billwerder sind wieder auf Wanderschaft! Deutlich sieht man dies, jetzt Anfang März, in den Abendstunden auf dem Billwerder Billdeich. 

Viele Kröten passieren die Straße, um auf die eine oder andere Seite zu gelangen. Das wäre eigentlich relativ ungefährlich für die Tiere, gäbe es nicht den Kraftfahrzeugverkehr. Wir wollten mehr über die Kröten wissen und befragten den Natur-Experten Rainer Beling. Das Interview ist in der Rubrik "FAQ" hinterlegt.

Der Bestand an Kröten, Fröschen und Molchen nimmt in Deutschland, inklusive Hamburg, weiter ab. Der Verlust von Lebensraum, z.B. durch die geplante Bebauung in Oberbillwerder, trägt auch zu diesem Rückgang bei. 


21.2.20 FFF - Klima gibt's auch in Billwerder!


Februar: Gänsemarsch in Oberbillwerder

Gänse Oberbillwerder Billwerder Bergedorf Vier- und Marschlande
Gefiederte Besucher in Oberbillwerder. Diese Exemplare sind Dauergäste in unserer Stadt. Die Zuggänse brauchen noch etwas. Nach einer Rast werden diese weiter Richtung Skandinavien ziehen.

Jugendanstalt soll nach Billwerder kommen

Hinter den Bäumen liegt die JVA. Auch dieser Anblick soll sich demnächst verändern.
Hinter den Bäumen liegt die JVA. Auch dieser Anblick soll sich demnächst verändern.

Ein weiteres Stück von Billwerder soll bebaut werden. Dieses Mal betrifft es nicht Oberbillwerder – jetzt ist Unterbillwerder dran.

Seit 1920 gibt es die "Jugenstrafanstalt" auf der niedersächsischen Elbinsel Hahnöfersand. Der Standort, auf der Höhe von Jork liegend, soll aufgegeben werden. Für einen Neubau der Jugendanstalt Hamburg an anderer Stelle wurde  der Standort der 2003 in Betrieb genommenen JVA Billwerder am Dweerlandweg ausgewählt. An der östlichen Seite soll die Jugendanstalt angebaut werden. Der Baustart soll im Herbst 2021 erfolgen. Spätestens 2027 soll die Anstalt mit 200 Haftplätzen für jugendliche Strafgefangene fertig sein. Außerdem werden 18 Haftplätze für den offenen Jugendvollzug und 20 Plätze für den Jugendarrest geplant. Dies wurde im September 2019 bereits bekanntgegeben. Die Gesamtkosten für die umstrittene Baumaßnahme liegen bei geplanten 164 Millionen Euro. Eine Sanierung und Verbleib der Jugendanstalt auf Hahnöfersand wurde mit ca. 40 Millionen Euro beziffert.
In Fachkreisen ist die Maßnahme durchaus umstritten. Es wird bezweifelt, ob diese JVA auch für den Jugendvollzug geeignet sei. Zudem seien die Baukosten sehr hoch, die ökologischen Auswirkungen negativ. Die Erweiterung der JVA wird weitere landwirtschaftlich genutzte Flächen in Billwerder vernichten.
-Termin-

Öffentliche Diskussion über den Bebauungsplan-Entwurf Billwerder 31 (Jugendanstalt Hamburg)

Montag, 03.02.20, 18 Uhr

Anschauungsmaterial kann ab 17 Uhr eingesehen werden

Kulturheim, Mittlerer Landweg 78


"Das Dorf Billwerder im Zugriff der Großstadt"

Rainer Stubbe (Quelle: Hamburger Morgenpost)
Rainer Stubbe (Quelle: Hamburger Morgenpost)

Am Donnerstag 23.01.20, 19 Uhr gibt es einen interessanten Vortrag vom Dorf-Experten Rainer Stubbe. In der gemütlichen Diele vom Hof Neun Linden wird "Das Dorf Billwerder im Zugriff der Großstadt" beleuchtet. Schwerpunkte dabei sind

  • Geschichte der Elbinsel Billwerder (von Rothenburgsort bis zum Schleusengraben)
  • Vision: Von der Freien und Hansestadt Hamburg unabhängige Elbinsel Billwerder !

Der Abend muss nicht trocken bleiben: Es gibt Drinks.

Hof Neun Linden

Billwerder Billdeich 480


10.1.20- Drittelquorum abgegeben!

Ulf von Krenski (li.), stellv. Bezirksamtsleiter nimmt die Unterschriften entgegen.
Ulf von Krenski (li.), stellv. Bezirksamtsleiter nimmt die Unterschriften entgegen.

Heute Morgen um 8 Uhr haben die Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens dem stellvertretende Bezirksamtsleiter Ulf von Krenski 2020 Unterschriften im Rechtsamt des Bergedorfer Rathauses übergeben. Hierbei handelt es sich um ein Drittel der für das Zustandekommen des Bürgerbegehrens notwendigen Unterschriften (= Drittelquorum).

Das Bezirksamt wird innerhalb von 10 Tagen die von uns eingereichten Unterschriften auszählen. Mit Erreichen des Drittelquorums tritt eine Sperrwirkung in Kraft. Dann dürfen die Bezirksversammlung und das Bezirksamt eine dem Bürgerbegehren zuwiderlaufende Maßnahme weder beschließen noch vollziehen.

NEU (4. KW): Das Bezirksamt berichtet, dass das Drittelquorum erreicht wurde!

Einen großen Dank an alle, die unterschrieben. Erst recht einen großen Dank an alle Sammler*innen: eure #Sammelleidenschaft hat sich fürs Erste gelohnt.
Das Bürgerbegehren läuft weiter bis Mitte Mai. Wenn ihr noch nicht unterschrieben habt: Wir sammeln weiter öffentlich an verschiedenen Orten im Bezirk und in den Sammelstellen.

Berichterstattung hierzu u.a. auf Hamburg1, NDR 90,3, Bergedorfer Zeitung - siehe Presse.


Beiträge 2019 -> siehe Untermenü

Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 254 · 21033 Hamburg